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Was ist ein Risikomanagement-System?

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5. Umsetzen eines Risikomanagement-Systems

Ein Risikomanagementsystem im Unternehmen besteht aus folgenden Elementen:

  • RM-Handbuch
  • RM - Beauftragter
  • Unternehmensplanung
  • Finanzplanung
  • Controlling.

Als traditionelle Elemente der Unternehmensführung sind die drei letztgenannten Elemente ebenfalls im Sinne einer Risikovorsorge unverzichtbar. Ende 2001 sind sie bei weitem nicht Standard in deutschen Unternehmen.

Das RM-Handbuch enthält die wesentlichen Festlegungen des RM - Systems:

  • Risiko- und Chancenpolitik des Unternehmens
  • Verantwortlichkeiten z.B. Beobachtungen, Berichte, Limitsystem
  • Ablauf der Risikoerkennung/Chancenerkennung
  • Ablauf der Bewertung von Risiken und Chancen
  • Berichtswesen in Bezug auf Risiken/ Chancen
  • Aggregation von Risiken und Chancen
  • Verknüpfung mit anderen vorhandenen Managementsystemen wie QMS
  • Methoden zur Korrektur und Verbesserung z.B. interne Audits
  • Bewertung des Systems durch die oberste Leitung.

Es sollte in Ergänzung der Handbücher für Qualitäts-, Arbeitsschutz- und Umweltmanagementsystem angelegt werden, so daß ein einziges Handbuch entsteht. Alle genannten (RM-, QM-, UM-, AM-) Systeme sollten zu einem einzigen integrierten Managementsystem vereint werden. Dadurch vermindert sich der nicht zu unterschätzende Verwaltungsaufwand für ein schriftlich fixiertes Managementsystem. Das Inkrafttreten von Basel II im Jahre 2007 bietet dazu eine gute Gelegenheit.

Der Risikomanagement-Beauftragte sollte in der obersten Ebene der Organisation angesiedelt sein. Seine Aufgabe besteht in der Pflege und Fortentwicklung des Systems. Dafür muß nicht eine zusätzliche Stelle geschaffen werden. In der Regel wird eine vorhandene Person mit dieser Zusatzaufgabe betraut. In der Anfangsphase macht es natürlich eine Menge Arbeit, die sich jedoch im Laufe der Zeit auf ein verträgliches Niveau einpendelt. Zum Vergleich: Das komplette Bruttoinlandsprodukt des Jahres 1970 hätte man im Jahre 1995 mit exakt 50 % des damaligen Arbeitsaufwandes erstellen können. Daran sieht man, daß im Laufe der Zeit durch steigende Produktivität Zeitreserven entstehen. Darüber hinaus bewirkt dieses System zusätzlich eine Effizienzsteigerung, die wiederum zu mehr "freier" Zeit bei den Führungskräften führt. (Meist treten diese Löcher nicht wirklich auf, weil sie lange vor ihrer Entstehung schon mit neuen Aufgaben gefüllt werden.)

Der Unternehmensplan besteht aus einem Zukunftsplan für das eigene Unternehmen, in welchem Vision und Strategie sowie Ziele enthalten sind. Weiterhin enthält er einen Produktions- und einen Marketingplan sowie, falls erforderlich, einen Personalplan. Diese und die folgenden Pläne sind unter Beachtung der gegenseitigen Wechselwirkung zu erstellen.

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Autor / Copyright: Stottrop Unternehmensberatung
Mit freundlicher Genehmigung