Was ist ein Risikomanagement-System?
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4. Risiko- und Chancenbewältigung
Grundsätzlich sind folgende Methoden der Risiko-/Chancenbewältigung möglich:
- Vermeiden von Risiken - z.B. Ausstieg aus einem gefährlichen Geschäftsgebiet/ Ergreifen von Chancen - z.B. Einstieg in ein vielversprechendes Geschäftsgebiet
- Vermindern von Risiken - z.B. durch Minderung der Eintrittswahrscheinlichkeit etwa durch Bevorratung wichtiger Ersatzteile oder der Senkung der Auswirkung von Risiken z.B. durch Hedging von Kapitalströmen
- Überwälzen von Risiken - vor allem durch Versichern von Risiken z.B. im IT-Bereich
- Tragen von Risiken - und Abdecken durch das vorhandene Kapital.
Grundsätzlich sollte das im Unternehmen vorhandene Eigenkapital dem zu tragenden Risiko in der Höhe nach in etwa entsprechen. Ist ein Risiko so bedeutend, daß das Eigenkapital wesentlich herabgesetzt wird, so ist von einem bestandsdrohenden Risiko zu sprechen.
Ein neueres Instrument ist Balanced Scorecard, zu deutsch etwa "ausgewogene Wertungsliste". Auf vier Feldern werden Meß- und Steuerungsgrößen ermittelt und umgesetzt:
- Finanzwirtschaft
- Kunden
- Interne Prozesse
- Mitarbeiter
Im Zusammenhang mit dem Risikomanagement spricht man auch von Risk Adjusted Balanced Scorecard (RABASCO). Ausgehend von den z.B. top ten Risiken/Chancen sind sowohl die finanziellen als auch die strategischen und operativen Steuerungswerkzeuge zu definieren. Daraus ergibt sich ein ganz normaler Maßnahmenplan, in dem Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Fristen festgelegt werden. Ergänzt werden sollte dieser Maßnahmenplan durch ein System von Zielvereinbarungen und den "traditionellen" Methoden der Unternehmensplanung.
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Autor / Copyright: Stottrop Unternehmensberatung
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