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Risikofaktor Arbeitsschutz - Risiken und Chancen beim Arbeitsschutz

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3. Chance Motivationsschub durch Arbeitsschutz

Angesichts des sich täglich verschärfenden Wettbewerbs gehen die Einflüsse des Arbeitsschutzes noch viel weiter:

Stufe 1 - Haftungsvermeidung

Stufe 2 - Kostensenken

Stufe 3 - Nutzen von Chancen

In Zukunft reicht es nicht mehr aus, "nur" Schaden und Kosten vom Betrieb fernzuhalten. Es müßten vielmehr proaktiv Chancen genutzt werden. Ziel sollte sein, alle Kräfte der Belegschaft positiv zu entfesseln. Ziel ist das Optimum an Kreativität, Engagement und Fachkenntnis aus der Belegschaft herauszulocken. Andernfalls werden wir im globalen Wettbewerb geringere Chance haben.

Ein Beispiel: Wenn Mitarbeiter von einer Produktions-Halle in eine andere versetzt werden müssen, weil die Auslastung nicht mehr stimmt, sind Proteste der Betroffenen an der Tagesordnung: Eingaben an den Betriebsrat, Anfragen bei Betriebsarzt usw. Das muß nicht sein.

Hier ist der Arbeitsschutz natürlich alleine überfordert. Vonnöten ist ein ehrgeiziges HR-Konzept, in dem ein auf die Belange zugeschnittener Arbeitsschutz eine wichtige Rolle spielt. Wesentliche Elemente dabei sind: Ergonomie, Gesundheitsschutz, Familienförderung.

Bei Firmen wie Toyota oder DELL steht dies ganz oben auf der Tagesordnung.

Ein HR-Konzept alleine ohne Arbeitschutz-Ergänzung bleibt nur an der Oberfläche. Das wird vielfach nicht berücksichtigt. Doch darin liegt gerade Ihre Chance.

Ein Beispiel: Ein Kfz-Zulieferunternehmen sieht seine technische Dominanz auf den Märkten bedroht. Es beschließt, die bislang rein technisch orientierten Key-Accounts stärker in Sachen Verhandlungsführung und Marketing auszubilden. Anschließend wird ein ehrgeiziges Arbeits-Programm umgesetzt. Die Folgen: Streß durch Zeit- und Erfolgsdruck und erste Krankmeldungen. Die Ziele des Programms werden nicht erreicht. Was läuft falsch?

Es fehlen Maßnahmen, welche die Arbeit erleichtern. Dazu zählt ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz zu Hause, eine Beteiligung an der Projekt- und Einsatzplanung, Entlastung von Routineaufgaben durch die eigene Verwaltung, Unterstützung bei der Streßbekämpfung.

Die Erfahrung zeigt, daß sich derartige Probleme vermeiden lassen, wenn man die mit dem Arbeitsschutz verbundenen Risiken in einem systematischen Prozeß lenkt, welcher von der obersten Leitung unterstützt wird. Dazu bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Welche die beste ist, muß individuell für jedes Unternehmen abgeklärt werden.

© Jörg Stottrop MBA, April 2005

Seiten: 1 - 2 - 3

Autor / Copyright: Stottrop Unternehmensberatung
Mit freundlicher Genehmigung